Ein literarisch-sprechkünstlerisches Programm mit Gedichten von Erich Kästner

Im Jahr 1928 bringt Erich Kästner sein erstes belletristisches Werk heraus, den Gedichtband "Herz auf Taille". Es wurde innerhalb eines Jahres 2.000 Mal verkauft. Dieser Gedichtband war also gleichsam ein Besteller. Ein Jahr später erscheint ein weiterer Gedichtband, "Lärm im Spiegel" sowie sein erster Kinderroman, "Emil und die Detektive".

Seine Literatur kam, wohl erstmalig in der Geschichte der Literatur, auch bei der breiten Masse der Bevölkerung an. Seine Lyrik niste sich in die Seelen ein, so schreibt Peter Rühmkorf (Kästner 2008, S. 182). Und weiter heißt es: "Was der  Expressionismus vorzugsweise auf allegorischen Bühnen austrug und in sinnbildhaften Unheilsmetaphern an einen ausgedachten Himmel projizierte, erscheint jetzt durch eine neusachliche Wahrnehmungsweise gefiltert und auf Alltagserfahrungen bezogen" (Kästner 2008, S. 189f.).

Kästners Bücher werden am 10. Mai 1933 verbrannt. Der Feuerspruch zu seinen Büchern lautete: "Gegen Dekadenz und moralischen Verfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner" (vgl. auf Opens external link in new windowWikipedia oder unter Opens external link in new windowwww.buecherverbrennung33.de, 2013-03-24).

Die Premiere dieses Programms fand statt am Montag, 8. April 2013, im Pfarrsaal Heilig Kreuz in Bad Säckingen.

  • Kästner, Erich: Herz auf Taille. Leipzig: Curt Weller 1928
  • Kästner, Erich: Lärm im Spiegel. Leipzig: Curt Wellter 1929
  • Kästner, Erich: Ein Mann gibt Auskunft. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1930
  • Kästner, Erich: Gesang zwischen den Stühlen. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1932
  • Kästner, Erich: Gesammelte Schrirften. Bd. 1 Gedichte. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1959
  • Kästner, Erich; Rühmkorf, Peter (Hrsg.): Wir haben der Welt in die Schnauze geguckt. Gedichte von Erich Kästner. Ausgewählt und mit einem Text von Peter Rühmkorf. Zürich: Atrium Zürich 2008